Ganzheitliche Heilweisen

Ganzheitliche Heilweisen

Ganzheitlich – was bedeutet das?

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In meiner langjährigen Tätigkeit in heilenden, kreativen und lehrenden Tätigkeiten ist mir das Thema Ganzheitlichkeit in vielen verschiedenen Settings begegnet. Die meisten Menschen haben unterschiedliche Wahrnehmungen dazu. Je nachdem aus welcher Lebenswelt ich berichte, sind unterschiedliche Aspekte genannt. Es gibt vielseitige und vielfältige Erklärungen, die alle ihre Berechtigung haben. Da ich in einem Beruf arbeite, wo ich Menschen begleite und lehre und es in den meisten Fällen um Störungen bzw. Erkrankungen geht, hat sich im Laufe der langen Jahre für mich ein Weg herauskristallisiert, den ich gerne vorstellen will:

Ganzheitlichkeit bedeutet für mich im Sinne von Heilung, dass ich alle Aspekte eines Menschen und seines Umfeldes mit einbeziehe. Ganzheitlichkeit bedeutet für mich aber auch, dass Heilungsprozesse ein multiprofessionelles Anliegen sind und sie Zeit und Geduld brauchen, um sich im eigenen Tempo zu entwickeln. ManchmaI sind es Mikroschritte und manches Mal gibt es einen Bruch und alles ist anders.

In der sogenannten modernen Medizin sind die meisten Professionen voneinander getrennt, wir haben z.B. Neurologen/innen, Internisten/innen, Chirurgen/innen, Heilpraktiker/innen, Psychiater/innen, Psychotherapeuten/innen, Heiler/innen, Schamanen/innen, Coaches/innen (man könnte auch Berater/innen sagen :-)), Heilpraktiker/innen für Psychotherapie, Ernährungsberater/innen und noch so einiges mehr. Also Trennung, etwas was wir im schulmedizinischen Bereich bemängeln und im naturheilkundlichen Bereich genauso tun.

Aber alle diese verschiedenen Bereiche haben natürlich ihre Berechtigung, nur ist der Blick und die Wahrnehmung auf eine Störung unterschiedlich. Während der Kardiologe/in den hohen Blutdruck behandelt, wird der Orthopäde/in vielleicht den verschobenen Brustwirbel wahrnehmen, der dazu geführt haben könnte, dass der Blutdruck erhöht ist, der Psychotherapeut/in murmelt etwas von unter Druck stehen, der/die Ernährungsberaterin weiß, dass die Ernährung wichtig ist und der Physiotherapeut verordnet Herz-/Kreislauftraining. Und alle haben aus Ihrer Sicht recht und das Richtige geraten.

Tja, wie wäre es nun, wenn wir uns im Sinne einer alten Heilkunde oder der Ordnungstherapie aus der hippokratischen Medizin auf Ganzheitlichkeit besinnen und miteinander arbeiten für Patient/innen arbeiten? Ein wahrlich revolutionärer Ansatz!

Gesundheit und Erkrankung ist ein hochkomplexes Thema und ich finde es wichtig, den Menschen zu sehen, der um Unterstützung bittet. Hier ein Beispiel:

Ein Mensch mit stärksten Schmerzen profitiert erst einmal von wirkungsvollen (schulmedizinischen) Medikamenten, die ihn dabei unterstützen, wieder klarer im Denken zu sein. Nun erhöhen sich bei starken Schmerzen (und ebenfalls bei psychischen Erkrankungen und Trauma) die Cortisol- und Entzündungswerte und die körpereigenen Vitamine und Mineralstoffe werden dazu genutzt, um dies zu verarbeiten. Die stehen dann für kraftvolle Prozesse nicht mehr zur Verfügung und sollten aufgefüllt werden. Eine entzündungshemmende Ernährung und sinnvolle Mikronährstoffe wären hilfreich, ebenso wie die Behandlung des Mikrobioms. Die körperliche Ebene ist nun wahrgenommen und wird fürsorglich behandelt. Natürlich ist das individuell zu betrachten.

Dann ist es hilfreich, falls vom Fragenden erwünscht, zu erforschen, was die Ursache des Schmerzes sein könnte. Wann hat er angefangen, gab es einen Auslöser, haben Medikamente das ganze verstärkt? Ist der Schmerz Ausdruck eines größeren seelischen Geschehens? Jetzt gibt es hier wieder verschiedene Möglichkeiten, nutzen wir schamanische Reisen, systemische Therapie (und andere Therapien) oder einen Gentest, der offenbart, dass wir bestimmte Stressoren vererbt bekamen aufgrund transgenerationaler Traumata?

Haben wir ausreichend Ressourcen und Resilienzfaktoren, die wir aufbauen sollten oder schon aufgebaut haben, um diesen Prozess zu beginnen, ihn zu durchschreiten und zu beenden? Können wir die Gefühle fühlen oder besser mit der Erkrankung umgehen? Alles ist legitim und ist als Lösungsmöglichkeit zu würdigen.

Werden wir ausreichend berührt und in unserem Sein begleitet und können uns an etwas Größeres in und um uns wenden, das diesen Prozess unterstützt, uns hält und uns Wege zeigt? Was bedeutet Nahrung für uns – auf allen Ebenen? Haben wir genug Eigenliebe und Selbstfürsorge entwickelt, um es uns wert zu sein, glücklich und gesund zu sein? Was immer das für uns bedeutet? Können wir uns selbst reflektieren, Irrtümer verzeihen und im Hier und Jetzt achtsam unseren Weg gehen? Sind wir dazu bereit?

Wie ist es mit Bewegung, die Spaß macht und Hobbies, die wir mit Begeisterung und Freude ausüben? Wie ist unser soziales Umfeld, haben wir eine Arbeit, eine Wohnung und eine Familie, die wohltuend und gesund für uns ist? Mögen wir meditatives Tun, die Natur oder Tiere?

Dies sind nur beispielhafte Gedanken, die weiter gedacht werden können oder als Anregung dienen.

Ganzheitlichkeit ist ein Prozess, an dem häufig ein multiprofessionelles Team (wie schon erwähnt) mitwirkt und das sollte auch so sein. Schön wäre es, wenn alle für den/die Patient/in da sind und sehen können, wann Grenzen erreicht sind, Pausen benötigt werden oder ein Weg zu Ende gegangen ist.

Heilende Berührung

Heilende Berührung

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Eine der elementarsten Kommunikationsformen und ein Grundbedürfnis aller Lebewesen ist die Berührung.

Menschen sind soziale und rhythmische Wesen und wohltuende und heilsame Berührung ist ein Grundbedürfnis, Berührung ist eine natürliche Kommunikationsform in vielen Varianten, die Mitgefühl, Verständnis, Wertschätzung und Trost vermitteln kann. Ein zärtliches Streichen über die Wange oder eine freundliche Umarmung oder eine professionelle Berührung setzt viele positive Botenstoffe über unser Nervensystem frei und kann dabei helfen, physische und psychische Überlastung zu verringern und Stress abzubauen.

Körperkontakt ist fundamental und hat Einfluss auf viele Lebensbereiche wie das z. B. das Sozialverhalten, Umarmungen zur Begrüßung mit einem freundlichen Lächeln (von Herzen) vermitteln ein Willkommen und Freude am Beisammensein. In der Entwicklung von Kindern ist Berührung ein wesentlicher Bestandteil für ein sicheres Bindungsverhalten. Mittlerweile ist Berührung z. B. in Form von Massagen ein anerkanntes Handwerkszeug und mit vielen Studien in den unterschiedlichsten Bereichen belegt. Wie schön. Etwas, was gut ausgebildete Körpertherapeut/innen und ganzheitlich wirkende Menschen im Gesundheitsbereich schon lange kennen. Jetzt kann man es auch beweisen, oder?

In den 1960er und 1970er Jahren entstanden neue Impulse zum Verständnis von Körper, Seele, Geist. Es war der Beginn der modernen Körpertherapie. Obwohl das Thema Berührung und die Behandlung von Erkrankungen mit Massagen und Einreibungen sich durch alle traditionellen Heilkünste und –verfahren zieht, war bzw. ist es das Ziel der modernen Körpertherapie dem Körper Raum zu geben, ein neues Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele, Geist (wieder) zu entwickeln.

Achtsamkeit, Meditation, Atemtechniken und neue Massagetechniken, die  sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt haben, sind mittlerweile Bestandteil der modernen Medizin und der Psychosomatik. Die positive Psychotherapie bezieht den Körper mit ein und es ist bekannt, dass regelmäßige Massagen das Immunsystem stärken und dem Stressabbau dienen.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich eine Vielzahl von ganzheitlichen therapeutischen Massageformen entwickelt, die die Wirksamkeit von Berührung in verblüffender Weise bestätigen.

Professionelle Berührung in Form von Massagen, körpertherapeutische Interventionen und auch berührende Worte helfen nachgewiesener Weise nicht nur bei Schmerzen sondern sind bei psychischen Beschwerden und als Krisenintervention unterstützend wirksam.

Und tatsächlich, je nach Form der Berührung wird  Entspannung erfahren und sogar Linderung von psychischem Druck. Bei körperlichem Schmerz und schweren Erkrankungen unterstützt eine professionelle Berührung den Prozess der Genesung. Ein wohlwollender Händedruck kann ein Versprechen besiegeln und der Beginn einer Freundschaft sein.

Wohltuende und heilende Berührung schafft Verbindung und Kontakt. In einer Massageform, die besonders die C-taktilen Fasern (erkläre ich in einem weiteren Beitrag) berührt, erfährt der/die Empfangende den eigenen Körper als wieder und besser wahrnehmbar, die Körpergrenzen werden empfunden und je nach vereinbartem Berührungsauftrag, horchen vernachlässigte Seelenanteile auf und trauen sich, sich zu zeigen und sind bereit sich wieder in das Körper-Seele-Geist-Gefüge zu integrieren. Dafür sollten wir bereit sein, Gefühle zu fühlen und somit Platz schaffen für diese Seelenanteile. Für einen solchen feinfühligen, spirituellen Kontakt braucht es

  • eine mitfühlende und achtsame Grundhaltung, sensible Hände und die Freude an der Berührung
  • grundlegende medizinische Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Pathologie der einzelnen Organsysteme
  • eine umfangreiche Ausbildung in verschiedenen Massagetechniken – ständige Fortbildung – und natürlich Übung macht die Meister/in.
  • viel Selbsterfahrung, um zu verstehen, was Berührung, Massage und Gehaltenwerden im Körper, Seele, Geist – Gefüge tun kann
  • eine gute Intuition ist sehr hilfreich, aber die braucht eben einen Pool, auf den sie zurückgreifen kann
  • die Sicherheit, eine gute Beratung zu gesunderhaltenden Themen wie z. B. Haltung, Atmung, Bewegung, Stressbewältigung und Achtsamkeit sowie Ernährung durchzuführen.
  • es ist von grundlegender Bedeutung die eigenen Grenzen zu kennen und zu wissen, dass Heilung und Gesundheit oft nur in einem multiprofessionellem Team zu erreichen ist

Menschen werden auf verschiedenen Ebenen berührt – über Worte, Gesten, Gesang, Musik und mit den Händen. Jede Berührung und jedes Gespräch sollte achtsam, behutsam und respektvoll erfolgen.

Bitte bedenke, ein Mensch, der sich Dir in einer solchen Begegnung vertrauensvoll öffnet, erlaubt Dir auch einen Blick in seine Seele. Umso wichtiger ist eine professionelle Haltung und das Wissen um einen achtsamen Umgang.

Jede Verspannung, die sich während einer Massage erlösen kann, lässt die dort eingesperrte Lebensenergie wieder frei und steht somit stärkend für den Empfangenden zur Verfügung.

Jedes Gefühl, das verdrängt, in eine Körperecke verschoben wurde und sich als Schmerz bemerkbar macht, kann durch eine gute Massage wieder gefühlt werden, was manches Mal zu Tränen rühren kann. Gefühle wollen gefühlt und gewürdigt, gesehen werden, dann können sie integriert werden. Das erfordert vom Behandler/in eine stabile Psyche, eine gute Impulskontrolle, das Wissen, das nicht er/sie persönlich gemeint ist, wenn Abwehrverhalten des Klient/in auftritt und das Aushalten von starken Gefühlen, die eigenen und natürlich auch die des empfangenden Menschen. Natürlich ist hier wichtig, zu wissen, welche Vorgeschichte des Empfangenden vorhanden ist.

Das, was sich hier so einfach anhört, ist und kann ein aufwühlender Prozess sein. In einer Massage sollte dies natürlich entstehen dürfen, aber niemals forciert werden. Das kann für den/die Klient*in ansonsten sehr beängstigend sein und das Vertrauensverhältnis zwischen Behandler*in und Klient*in zerstören. 

Massage und körpertherapeutische Anwendungen sind gerade in unserer heutigen Zeit mit den großen Herausforderungen des neuen Jahrhunderts eine elementar wichtige Form der Behandlung.

In unserem jetzigen gesellschaftlichen Modell ist Berührung ein sehr individuelles Konzept und nicht für jeden Menschen zugänglich.

Einsamkeit, Isolation und psychische Herausforderungen profitieren von sanfter und achtsamer Berührung, wird aber oft nicht für alle Menschen gleichermaßen nutzbar sein.

Und Berührung im Alltag verliert sich manchmal genau dort – nämlich in den Anforderungen, die dieser Alltag an Menschen stellt. Heilsame Berührung ist eine Berührung mit den Händen (nicht nur) und  das Kernelement jeder Massage, der ältesten Form der Heilbehandlung.

Es gibt einige sehr schöne Dokumentation zum Thema Heilende Berührung, hier wird man fündig z. B. bei Sendern wie ARTE oder 3sat. Klinische Studien zu einzelnen Themen stehen unter DRKS – Deutsches Register Klinischer Studien vom Bundinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verfügung.

Das bin Ich

Das bin Ich

Aluna Petra Schlier

Heilpraktikerin, Heilerin der alten Wege, Kräuterkundige, Aromatherapeutin, Seelentänzerin, Träumerin, Trommlerin, Körpertherapeutin, Massagetherapeutin, Klangtherapeutin, Runenkundige, Wegweisende, Beratende, Wahrheitsfinderin und Dienende der Erdenmutter – all das bin Ich.

Ich arbeite nun seit 1993 im ausbildenden, künstlerischen und therapeutischen Bereich. Seit ich Ende 2010 nach Schleswig-Holstein kam, arbeite ich vermehrt als Dozentin für Heil- und Gesundheitsberufe und unterrichte an HP-Schulen, Pflegeschulen und in meinem eigenen Institut. Unterrichten tue ich seit 2004 und zwar mehrmals die Woche. Das macht mir große Freude.

Meine Naturheilpraxis und meine schamanisch-systemische Arbeit ist ein weiterer Teil meiner Arbeit, der mein Herz mit Freude erfüllt. Menschen auf ihrer Seelen- und Heldenreise zu begleiten, ist mir ein großes Bedürfnis. Dafür nutze ich das europäische Medizinrad und Pflanzen und Steine. Hinzugekommen sind die Runen und der nordische Schamanismus, den ich in der Medizinrad-Arbeit mit einbeziehe.

Meine diversen Ausbildungen sind vielfältig und ich bilde mich ständig weiter. So habe ich mehrere Ausbildungen und ständige Fortbildungen für Qi Gong und Chan Mi Gong. Ich bin ausgebildet in Klang, Klangmassage und Ritualarbeit und habe das systemische Wirken in verschiedenen Aus- und Fortbildungen gelernt und in mein eigenes Netz gewoben. In Aromatherapie, Kräuterheilkunde, verschiedenen Massagetechniken und Tanz bin ich gut ausgebildet und habe einiges an Zertifikaten.

Etwas, was ich sehr gerne tue, ist Essen und Kochen :-). Was liegt näher, als mich dort weiterzubilden und so bin ich Ernährungsberaterin, Mikronährstofftherapeutin, Darmtherapeutin und kreiere ich Rezepte aus den verschiedenen Bereichen von ganzheitlicher Ernährung.

Ich lebe mittlerweile seit Anfang 2025 in Nordfriesland und fühle mich hier sehr wohl. Hier arbeite ich in Teilzeit bei der PflegeSchule Uhlebüll als Dozentin für komplementäre Heil- und Pflegemethoden. Seit Mitte 2025 biete ich hier meine Heilmethoden in eigener Bestellpraxis an und starte 2026 wieder Aus- und Fortbildungen für Heilpraktiker/innen und Menschen aus Gesundheitsberufen.

Klangheilung, Klangrituale und Rahmentrommel – Magische Klangwelten

Wir Menschen sind rhythmische Wesen, das Leben ist Rhythmus und überall dort, wo wir aus dem (eigenen) Rhythmus gefallen sind, fühlen wir uns unwohl. Klänge verbinden uns über das hörende, spürende, fühlende Wahrnehmen mit kraftvoller und heilender Lebensenergie. Mit den Klanginstrumenten können wir im Medizinrad heilende Impulse setzen und verstärken, die unseren Weg zur Ganzheit kraftvoll unterstützen.

Im Feld des Klangs und in der Klangmeditation können wir Bilder, Visionen und Impulse empfangen und unserem wahren Lebenskern begegnen. Die verschiedenen Klanginstrumente, Rasseln, Trommeln und geführte Reisen werden von zauberhaften Pflanzenwesen und wohltuenden Düften sehr behutsam begleitet.

Gemeinsam wollen wir tönen und der Stimme Raum geben, um den Körper als Klangraum wahrzunehmen und unsere Lebensenergie in ein sanftes Fließen zu bringen.

Ich veranstalte regelmäßig Klangtage, Klangrituale und Klangmeditationen. Die aktuellen Termine findest Du jeweils auf meiner Website www.aromaklangraum.de. (Das Bild ist privat)

Gerne kannst Du einen eigenen Termin für eine Klangbehandlung buchen. Rufe mich gerne an.

Herzlich willkommen

Ich freue mich, wenn Du meinen Blog zufällig gefunden hast oder ganz gezielt. Hier werde ich von jetzt an regelmäßig Inhalte veröffentlichen zum Thema schamanisches Arbeiten, meine Meinung kundtun, die Du nicht unbedingt teilen musst, aber bitte respektieren. Privates teilen wie Kochrezepte, Lieder, Bilder von meinen Pflanzen, meiner Katze, dies und das. Aber natürlich geht es hier hauptsächlich um Infos rund um Pflanzenheilkunde, Aromatherapie, Berührung, Klang, Musik und schamanisches Wirken. Auf ein informatives neues Jahr.

Die Elemente im Medizinrad

Das Element Erde

„Meine Füße berühren die Erde, staunend, liebend, sich öffnend für den Herzschlag der großen Mutter. Behutsam und sanft verwandelt sich meine Anspannung in liebevolle Achtsamkeit und eine tiefe Ruhe, die meinen Körpergeist besänftigt. Meine Trommel verbindet sich mit dem Rhythmus der Erde und ich öffne mich für Langsamkeit, Ankommen und Hiersein und nehme voller Staunen die Fülle und die Liebe wahr, die mich umgibt.“

Heimkommen, Ankommen, Verwurzeltsein – was verbindest Du mit diesem Element? Ich will hier einige Anregungen aus meinem Tun mit den schamanischen Heilweisen geben. Schau, ob etwas Dich in Deinem Herzen anspricht und ob Du mit meinen Gedanken und Erfahrungen gehen kannst und füge Deins hinzu.

Seit vielen Jahren und Leben J forsche ich zur Frauenkultur, Frauenschamanismus, Heilweisen der Ahninnen und brauche wohl noch viele Lebenszeiten, um mich weiter  in die Großartigkeit und die Magie dieses mystischen Feldes der Heilung vorzutasten, zu erfassen, zu begreifen, zu tun und es sein zu lassen. 

Mein Weg ist die Heilkunde, die therapeutische Begleitung, der Tanz, der Gesang und Klang – Aromatherapie und Pflanzenwesen begleiten meinen Pfad und lassen mich an ihrem Wissen teilhaben und mir wurde eine Auseinandersetzung mit einem europäischen Medizinrad geschenkt.

Im Norden des Medizinrades findet sich das Element Erde. Hier bekommen wir Kontakt zur Stammesseele im Seelenrad, die Ahnen ehren wir und die weise Alte schaut auf uns. Nehmen wir diesen Platz im Rad ein, schauen wir auf die Fülle des Südens. Das Element Erde fragt nach der Form und hilft uns bei der Verwurzelung in der Materie und im Körper. Das Jahreskreisfest, das hier stattfindet ist die Wintersonnenwende, die Geburt des Lichts.

Ebenso lädt uns das Element Erde ein, zur Ruhe zu kommen, den Herzschlag von Mutter Erde zu spüren und die Langsamkeit, die Beständigkeit und die Gleichmäßigkeit zu schätzen. Spirituelle Arbeit braucht diesen Aspekt, damit wir die empfangenen Energien weiter geben können und lernen, den materiellen Aspekt unseres Daseins schätzen zu lernen. „Ohne Wurzeln – keine Flügel“. Die Körperwahrnehmung des Erdelements unterscheidet sich von der luftigen, wässrigen und feurigen Qualität – obwohl alle Qualitäten des Rades in jedem Element zu finden sind, nur  in anderen Aspekten, verschieden gefühlt. Hier gibt es einige sehr schöne Körperübungen, probiere einmal aus: wie nimmst Du Deinen Körper wahr und wie fühlen sich Deine Füße an. Berühre mit den nackten Füßen die Erde zart, liebend, achtsam und spüre, wie sich das in Deinem  Körperherzen anfühlt. Becken- und Wirbelsäulenübungen sind eine feine Möglichkeit, erdhaft und standhaft eine neue Haltung einzunehmen. Die Verbindung mit der Ahnenreihe können wir spüren und in einem Ritual feiern. Hier hast Du die Möglichkeit, Deinen Seelentraum zu finden und in einem kraftvollen Symbol zu verankern.

Die Erde hilft uns dabei Beständigkeit, Bodenständigkeit, Hingabe, Struktur, Ordnung, Geduld, Kraft, Gründlichkeit, Wurzeln und Heimat zu entwickeln. Das Riechen ist im Erdelement zuhause. Zum Riechen gehört das Wittern, Schnuppern, schnüffeln, beschnuppern und duften. Die Erdmen(s)chen sind zuverlässig und treu.

Bei Störungen im Element Erde haben wir oft Unwirklichkeits- und Taubheitsgefühle im Körper. Es fällt uns schwer, unseren Platz im Leben zu finden, uns zu verwurzeln. Oft spüren wir uns als Ausgestoßene und Sündenböcke und –ziegen. Ein schwaches Selbstvertrauen, Starre, kalte Härte, Langsamkeit, Trägheit sind Entsprechungen im Erdelement.

 Arbeite mit der Erdmagie und ihren Heilmitteln bei Depressionen (bestimmte Qualität), Probleme mit Knochen, Zähnen, Füßen, zur Stärkung des Bindegewebes und bei Lungenerkrankungen. Ernährungsstörungen und Suchterkrankungen können von den Heilmitteln der Erde profitieren. Es finden sich degenerative, fortschreitende Erkrankungen und vorzeitige Alterungsprozesse in diesem Element. Geriatrische Prozesse und die entsprechenden Heilmittel werden dem Erdelement zugeordnet.

Einige Heilpflanzenwesen, die sich im Erdelement sehr zuhause fühlen, sind Schachtelhalm, Lungenkraut, Beinwell und Efeu. Einige ätherische Öle, die sehr gerne unterstützend bei Störungen im Erdelement dazu kommen sind u. a. Angelikawurzel, Narde, Vetiver, Zeder und Zimt.

Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl und um zu bestimmen, welche Heilmittel wirksam werden können, braucht es Beobachten, Geduld, welche Qualität hat die Störung und welches Element fehlt.  Dieser kleine Einblick soll Dich neugierig machen, erforsche, erspüre, fühle und rieche, schmecke und lebe die Elemente in Dir auf Deine Weise. Eine dufte und feine Reise durch Dein Lebensrad, Dein Seelenrad und zurück nach Hause wünsche ich Dir. Teile gerne Deine Erfahrungungen mit mir.

Aluna Petra Schlier – Juli 2022

Schamanische Heilweisen – das (mein) Medizinrad

In diesem Blog möchte ich meine Medizinrad-Arbeit vorstellen, die sich in den letzten Jahren als (m)eine Form der Begleitung von Menschen entwickelt hat. Basierend auf unserer abendländischen Tradition und erfüllt von dem Wunsch, spirituelle Arbeit für Körper, Seele, Geist mit moderner Heilkunde zu verbinden, ist hier ein Konzept entstanden, das für mich ein großes Geschenk des großen Geistes und der universellen Weisheit ist. Die tiefe Dankbarkeit, die ich für diese Wachstums- und Heilarbeit empfinde, kann ich nicht in Worten ausdrücken. Ich habe viel in diesem Kreis für mich gearbeitet, gelernt, gebetet und empfangen und empfinde es als große Freude und Gnade, dies mit Menschen zu teilen, die dafür offen sind. Ich habe mich jahrelang mit der Thematik Schamanismus in Kursen, Seminaren und eigenem Erleben auseinandergesetzt und arbeite mit dem Medizinrad auf meine Art. Meine Werkzeuge sind eine fundierte Ausbildung als Heilpraktikerin und Dozentin für naturheilkundliche Themen, genauso wie die Aromatherapie, das energetische Arbeiten, die Kräuterheilkunde, Heilgesänge, Meditationen und Klang, Rhythmus und Tanz. Das alles hat sich im Laufe der Jahre zu einem Netz verwoben, aus dem mein eigenes entstanden ist.

Ich habe das Medizinrad nicht neu erfunden, sondern es basiert auf den Elementen, dem Wissen unserer Ahnenreihe, aber auch dem Studium alter und neuer Texte der Hildegard von Bingen, Paracelsus, etc. pp. und dem Ausprobieren und der Ausbildung in naturreligiös orientierten Gruppen.

Das Medizinrad ist ein lebendiges Netz, ein Kreis, der so vielfältig und reich ist, daß jeder Mensch es auf seine Art empfindet. Es gibt kein richtig und falsch, sondern ein „es ist“. Ich diene als Führerin und werde geführt von den Menschen, die meine Begleitung in Anspruch nehmen, von meinen geistigen Führern und Führerinnen und von dem Wissen, was sich im Rad zeigt. Es gibt viele verschiedene Arten des Medizinrades, alle sind richtig. Grundlegend ist die Ausrichtung an den Elementen, den Himmelsrichtungen, den Themen, die den einzelnen Stationen des Rades zugeordnet sind, Krafttiere und Helfer und von Kultur zu Kultur gibt es Unterschiede, was auch richtig ist. Deshalb finde ich es persönlich wichtig, in meiner eigenen Kultur zu bleiben und meine Wurzeln, die in diesem Leben im Abendland liegen, zu erforschen und Ihnen Kraft zum Wachsen zu geben.

Spiritualität, Begleitung von Menschen und das Wirken mit spirituellen Kräften bedeutet  für mich viel Achtsamtkeit und Respekt für den Menschen, der um Unterstützung bittet. Bedeutet aber auch  erwachsen werden und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen (was ich als sehr entlastend empfinde). Wahrheit ist nicht immer leicht zu ertragen aber in einer spirituellen Anbindung können wir gehalten werden, um unsere persönliche Geschichte zu erlösen und unserem Lebensweg, so schmerzhaft er auch sein mag, einen Sinn geben. Gefühle von tiefem Frieden und Glück und Einssein mit dem Leben werden wir erleben, aber genauso die Wut, die Frustration, die Unzufriedenheit und das Leid. Alles dies sind wichtige Informationen für unseren Lebenspfad. Wir entscheiden jeden Tag, welchem Pfad wir folgen wollen.

Ich habe in meinem Medizinrad gelernt, die Menschen dort zu begleiten, wo sich die Störung zeigt, d. h. für mich, das Einbeziehen notwendiger schulmedizinischer und therapeutischer Maßnahmen. Wenn ich mein Bein kompliziert breche, möchte ich gerne einen Chirurgen, der gerne puzzelt, gut nähen kann und seine Arbeit liebt. Warum ich ein Bein gebrochen haben und vor allen Dingen welches, und was ich brauche, um wieder heil im Sinne von ganz zu werden, kann ich meine Spirits im Medizinrad fragen. Da kommen oft ganz spannende Details zum Vorschein.  Die Erkenntnis beschleunigt den Heilungsprozess und die Gabe naturheilkundlicher Mittel hilft dem Knochen, sich schneller und besser zu regenerieren.  

Bei psychischen Erkrankungen ist Vorsicht geboten. Hier ist es notwendig, die Psyche zu stabilisieren und genau zu differenzieren, um welche Form von Störung/Erkrankung es sich handelt. Entgrenzende Meditationen oder spirituelle Energien durch eine instabile Persönlichkeit zu „jagen“ ist m. E. grob fahrlässig. Bei aktiv süchtigen Menschen ist es nicht ratsam, die „irdische“ Sucht durch eine „spirituelle/esoterische“ zu ersetzen.

Eines fordert das Medizinrad von Dir: die Verantwortung zu übernehmen, wahrhaftig zu sein und auch unliebsamen Gefühlen und Verhaltensweisen ins Gesicht zu schauen. Aber Du wirst immer gehalten  sein. Wenn wir offen sind, werden wir Hinweise für unseren Weg erhalten, die uns vielleicht nicht immer gefallen aber doch sehr spektakulär sind. Oft sind diese Hinweise oder Lebenssituationen nicht das, was wir uns wünschen – aber immer das, was wir brauchen, um heil zu werden und unseren Platz im Leben zu finden. Und noch etwas, meine Erfahrung mit spirituellem Arbeiten – sie bringt uns immer ! ins Leben zurück (oder ermöglicht einen friedvollen Übergang)  und fordert uns auf, einfach zu sein im Sinne von einfach. (Bei manchen Gruppierungen oder esoterischen Richtungen ist mir zuviel spirituelles Personal unterwegs und das verwirrt mich. Ich kann die nämlich irgendwann nicht mehr auseinanderhalten. Armer Mensch, der ich bin).

So wünsche ich mir Menschen, die ich auf Ihrem Pfad begleiten darf, Menschen, die mich lehren und Menschen, mit denen ich auf diesem Weg auch über die Ko(s)mödie des Lebens lachen darf ! Denn eins ist klar: die Spirits mögen Humor, gute Musik und gute Düfte und jede Menge von den wirklich tollen Dingen im Leben wie Freundschaft, Liebe, Genuß, Natur, und was Dir sonst noch an guten Sachen einfällt ! Und dieses Leben ist einzigartig, darum finde jeden Tag etwas, wofür Du dankbar bist, über das Du lachen kannst, was Du genießen kannst und vor allen Dingen, sei liebevoll mit Dir.

Am Übergang zwischen Heute und Morgen

da wo die Nacht den Tag noch in den Armen hält

verschwimmen die Grenzen zwischen den Welten

ein Hauch, eine Ahnung von Ewigkeit macht den Augenblick grenzenlos

Quelle: Aluna Petra Schlier